voy

Ein taktiles Pop-Up-Buch für Blinde und Sehende
2026

Wie kann ein Pop-Up-Buch unabhängig vom Sehvermögen erlebt werden?

Das Buch „voy“ wurde für Matti, 14 Jahre, gestaltet und nimmt seine Leidenschaft für Blindenfußball als Ausgangspunkt.

Die Geschichte führt in gereimter Gedichtform vom Klassenzimmer direkt auf das Blindenfußballfeld. Schwungvoll taucht das Buch in die Welt der internationalen Sportart, die in der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt ist.

Der Titel „voy“ – Spanisch für „ich komme!“ – verweist auf die zentrale Regel im Spiel: Nähert sich ein:e Spieler:in anderen, wird laut „voy!“ gerufen, um auf die eigene Position aufmerksam zu machen.

Vier interaktive Pop-Up-Seiten begleiten die Erzählung. Die charakteristischen Elemente des Spieles, wie der rasselnde Ball, werden auf multisensorische Weise erfahrbar.

Das Cover wurde thermoplastisch abgeformt, sodass der Titel als Vertiefung ertastet werden kann und die Brailleschrift sich davon abhebt. Die Texte sind sowohl in Brailleschrift als auch in Schwarzschrift gedruckt. So kann das Buch unabhängig vom Sehvermögen erlebt werden.

Das Buch entstand im Lehrprojekt „Taktiles Erzählen für Kinder mit Sehbeeinträchtigungen“ – eine Kooperation der Abteilungen Textil und Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien zusammen mit dem Bundesblindeninstitut Wien.